Kneipp

Wir sind auf dem Weg zum Kneipp Kindergarten

Bereits im Jahr 2011 entstand, ausgelöst durch das Projekt : "So fühle ich mich wohl" die Idee dass wir uns im Team näher mit den Lehren von Pfarrer Kneipp befassen wollen. Bald darauf haben sich 2 Erzieherinnen zur Kneipp Gesundheitserzieherin ausbilden lassen und somit den Grundstein gelegt.
Nach und nach haben nun 4 Erzieherinnen die Fortbildung besucht und Kneipp ist in unseren Kindergartenalltag integriert.

Gesundheit wird dabei als dynamische Balance zwischen den gesund erhaltenden Fähigkeiten des Organismus und den vielfältigen Anforderungen, die an uns gestellt werden, verstanden.
 
Wir können den Organismus dabei unterstützen, indem wir ihn vor schädigenden Einflüssen bewahren (Prävention) und gleichzeitig seine Widerstandskräfte stärken (Gesundheitsförderung)

 Zur Kneippschen Gesundheitslehre gehören 5 Elemente1. WASSER/HYDROTHERAPIE
  • steigert die Leistungsfähigkeit
  • regt die Abwehrkräfte an
  • verbessert das Körperbewusstsein
  • wirkt harmonisierend auf Neven – und Hormonsystem
  • wirkt auf die Psyche

Kalt- und Warmwasserreize sind ein gutes Training zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, zur Stärkung der Selbstheilungskräfte und zur Verbesserung des Körperbewusstseins.
Die kalte Jahreszeit eignet sich dazu warme Fußbäder zu machen und dazu eine nette Geschichte zu hören.
In der Schnupfenzeitmachen wir auch mal eine Tischsauna. Dazu wird ein Tuch über den Tisch gelegt. Ein paar Kinder sitzen unter dem Tisch zusammen mit der Erzieherin. In der Mitte steht eine Schüssel mit heißem Wasser und ein paar Tropfen ätherischem Öl.
Sind die Kinder etwas schlapp, können wir spielerisch ein kaltes Armbad  machen und gleich sind die Kinder wieder munter.
Im Winter holen wir auch mal etwas Schnee rein und reiben uns die Beine damit ein.
Die Temperatur und auch die Zeit für einen Kältereiz wird den Bedürfnissen der Kinder angepasst – ein Kind darf nicht auskühlen.
Die Wasseranwendungen fördern ein besseres Körpergefühl und eine bessere Durchblutungssituation.
Jedes Kind hat eine selbstgestaltete Tasche , darin werden die Kneippsachen für die Anwendungen aufbewahrt.

2. HEILPFLANZEN/KRÄUTER

- mild wirkende Heilpflanzen/Pflanzenteile
- Tees, Säfte, Dragees, Bade- und Wickelzusätze
- Inhalation
 
 
Mit ihren natürlichen, milden Wirkstoffen beugen sie Erkrankungen vor und helfen Beschwerden zu lindern.
Wenn wir nur an unsere Kräuterschnecke denken. Sie kommt bei den Kindern sehr gut an. Die Kinder probieren immer wieder von den einzelnen Kräutern. Sie kennen auch schon sehr viele Kräuter mit Namen und wissen auch um ihre Verwendung z. B. der Salbei als Zahnputzkraut.
Die Kräuter werden regelmäßig geerntet und getrocknet und werden auch bald zu Tees oder Fußbädern verwendet.
Wir werden immer wieder neue Kräuter kennenlernen.
3. BEWEGUNG

- verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit
- stärkt das Immunsystem
- regt Verdauung und Stoffwechsel an
- kräftigt das Herz-Kreislauf-System
- erhöht Stresstoleranz
- stärkt das Selbstwertgefühl
 
Sie verbessern Kraft und Ausdauer, Koordination, weckt Freude, verringert Stress und stärkt das Selbstwertgefühl.
Der Dienstagnachmittag ist unser Bewegungsnachmittag.
In den Wintermonaten sind wir meist in die Turnhalle zum Turnen. Hin und wieder machen wir auch mal eine Schneewanderung oder gehen zum Schlittenfahren.
Im Frühjahr und im Sommer können wir ausgiebige Spaziergänge im Park oder zu einer schönen Wiese bzw. im Wald machen.
Des Weiteren wollen wir möglichst jeden Tag und auch bei fast jeder Wetterlage im Garten toben und springen. Deshalb ist es notwendig, dass jedes Kind eine Matschhose und ein Paar Gummistiefel im Kindergarten deponiert.
4. ERNÄHRUNG

- vermeidet ernährungsbedingte Krankheiten
- mildert den Verlauf solcher Krankheiten
- sinnvoller und bewusster Umgang mit Ernährung
 
Sie soll vielseitig, vollwertig, frisch und naturbelassen sein, dann ist sie die Grundlage für Wohlbefinden und Vitalität.
Dieses Thema haben wir bereits seit einiger Zeit in unseren Alltag mit einfließen lassen
-          Wir haben zusammen mit Großeltern und Vätern ein Hochbeet errichtet.
-          Wir haben viele Sachen eingepflanzt und auch geerntet. Die geernteten Sachen haben wir mit den Kindern zubereitet und auch gegessen.
z. B. gegrillte Zucchini mit Kräuterquark, Blumenkohlsuppe, Zucchinikuchen und vieles mehr.
-          Das Essen hat seinen festen Platz im Kindergartenablauf
Auch das Schulfruchtprogramm und das Projekt Tigerkids der AOK lassen sich sehr gut mit einbeziehen.
5. LEBENSORDNUNG
o Einheit von Körper, Geist und Seele
o Einklang mit dem sozialen und ökologischen Umfeld
Harmonie von Körper, Seele und Geist, sowie eine ausgewogene, natürliche Lebensgestaltung führen zu mehr Lebensqualität, seelische Stabilität und nervlicher Festigkeit.
In der heutigen Zeit, der Rast- und Ruhelosigkeit können wir dazu beitragen, dass unsere Kinder im Gleichgewicht bleiben.
-          Durch Rhythmus im Tagesablauf (Freispiel, gemeinsames Essen, angeleitete Beschäftigung)
-          Orientierung an der Jahreszeit (Feste und Bräuche)
-          Abwechslung Aktion – Ruhe (Entspannungsübungen
-          Pflege von Werten, wie z.B. Respekt und Verantwortung
-          Lernen dem anderen zu sagen, was ich will oder nicht will
-          Kennenlernen von Gefühlen, wie Zusammengehörigkeit und Geborgenheit.
-          Sinnvolle Aufgaben finden
-          Ein gesundes Selbstwertgefühl, Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber
-          Humor und Lachen
-          Freundschaften pflegen
-          Kennenlernen von Gefühlen, wie Zusammengehörigkeit und Geborgenheit
-          Die Tiere und die Natur wertschätzen